Lebertran für Kinder – Ab wann?

Seit Jahrhunderten ist Lebertran bekannt und wird als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen. Fälschlicherweise glauben viele Menschen, dass es sich dabei um Tran, der aus Walen und anderen Meeressäugern gewonnen wird. Der Lebertran stammt aber aus der Leber von Fischen, wie dem Dorsch, oder dem Kabeljau.

Ekelig

Leider hat der Lebertran keinen allzu guten Ruf. Das dickflüssige Öl hat vielen, heute alten Menschen, die Kindheit jeden Tag aufs Neue vermiest. Leicht ranzig in Geruch und Geschmack entfaltet der ungeliebte Lebertran sein intensives Fischaroma erst dann, wenn es zu spät ist. Kaum ist der Löffel Fischöl geschluckt, breitet sich der Geschmack aus und hält sich über Stunden. Die Prozedur täglich einen Löffel Lebertran zu schlucken war für viele Kinder der Tiefpunkt des Tages. Allerdings hat sich seitdem viel geändert. Der Lebertran kann heute durchgängig gekühlt werden. Das hat gleich zwei Vorteile. Kalt schmeckt er einfach weniger nach Fisch und dank der Kühlung wird der Tran auch nicht mehr ranzig.

Vitamin D

Berühmt wurde der Lebertran zu Beginn der 19. Jahrhunderts, als deutsche Wissenschaftler die Wirkung von Lebertran gegen Rachitis entdeckten. Der Grund dafür ist der hohe Gehalt an Vitamin D. Das Vitamin D kann vom Menschen selbst produziert werden. Dazu muss er aber ausreichend Zeit in der Sonne verbringen. Je nach Intensität und Hautfläche, die die Sonne erreichen kann, sind es zwischen 5 und 25 Minuten, die man in der Sonne verbringen muss. Sitzt man den ganzen Tag im Büro und hat wenig Gelegenheit Sonne auf seine Haut treffen zu lassen, dann muss das Vitamin D über die Nahrung aufgenommen werden. Fette Fischarten sind beispielsweise ein guter Vitamin D – Lieferant.

Omega – 3

Allerdings ist der hohe Vitamin D Anteil nicht das einzige Argument für Lebertran. Auch Omega 3 Fettsäuren sind in hoher Konzentration im Lebertran enthalten. Außer über Fisch kann man die Omega 3 Fettsäuren auch über spezielles Omega 3 Öl  aufnehmen. Statt Fischöl sind dann etwa Leinsamen enthalten, die auch eine hohe Omega 3 Konzentration haben. Die Omega 3 Fettsäuren werden im Körper zu EPA (Eicosapentaensäure) und in DHA ( Docosahexaensäure,Docosapentaensäure) umgewandelt. So wirken sich EPA und DHA positiv auf das Gehirn und sind speziell für ältere Menschen wichtig. Auch die Herzfunktion und die Blutfettwerte werden von den Omega 3 Fettsäuren positiv beeinflusst. Auch die Sehkraft wird gefördert und in der Schwangerschaft unterstützen Omega 3 Fettsäuren Mutter und Kind.

Vitamin A

Das Vitamin A, das im Lebertran enthalten ist, hat viele positive Wirkungen. So fördert es die Bildung von Nervenzellen und roten Blutkörperchen. Die Förderungd es Knochenwachstums macht das Vitamin A speziell für Kinder interessant und wichtig. Auch für die Reproduktion ist das Vitamin A wichtig. Aber auch das Vitamin E, das ebenfalls im täglichen Löffel Lebertran steckt, ist für die Bildung und den Erhalt der Keimzellen wichtig. Lebertran steckt also voller Wirkstoffe, die gut für unseren Körper sind. Nicht zuletzt spielen Omega 3 Fettsäuren und Vitamin D eine wichtige Rolle bei Depressionen. So konnte in Studien bereits belegt werden, dass Probanden, die regelmäßig Lebertran zu sich genommen haben, im Vergleich zu einer Kontrollgruppe wesentlich seltener an Depressionen erkranken. Dass man seinen Kindern Lebertran verabreichen sollte liegt auf der Hand.

Ab wann Lebertran

Lebertran ist ein reines Naturprodukt, das aus der Leber von Fischen gewonnen wird. Es gibt dafür keine Altersbeschränkung. Die Hersteller empfehlen für Säuglinge einen Teelöffel pro Tag, für Kinder 2 und ab 12 Jahren schließlich einen Esslöffel voll Lebertran. Das Fischöl ist wieder im Kommen und die Umsätze steigen. Studien zeigen dabei ganz deutlich, dass es umfassende positive Wirkungen gibt. Eine Ordentliche Portion Omega 3 und Vitamin D sorgen für Wohlbefinden und stärken nicht zuletzt das Immunsystem. Der tägliche Löffel Lebertran ist also für die Kinder von klein auf eine ausgezeichnete Idee.