Vorgehen beim Verdacht auf Burnout

Fühlen Sie sich selbst als unentbehlich, zeigen im Job umfassendes Engagement und schrecken auch vor freiwilliger Mehrarbeit nicht zurück? Ja, dann sind sie auf einem guten Weg, ein Burnout zu entwickeln. Haben Sie vielleicht schon Gedanken, wie schön es wäre, alles hinzuschmeissen und einfach abzuhauen? Vielleicht sind sie ja auch schon einen Schritt weiter und haben schon Depressionen und Probleme sich zu konzentrieren. Haben Sie den Verdacht auf Burnout, dann sollten Sie nicht zögern, sich diesem Thema zu stellen!

Leistungsgesellschaft

Das Bild, das man von einem Burnout-Patienten hat, ist der Manager. Dabei hat es die oberste Führungsetage meist relativ leicht. Sie muss kaum jemanden Rechenschaft ablegen und eigene Fehler werden meist vornehm verschwiegen. Im mittleren Management sieht es schon anders aus. Hier befinden sich Führungskräfte, die von zwei Seiten unter Druck geraten. Vorgaben von oben, sein es Budgetziele, oder fachliche Projekte und Vorhaben und Mitarbeiter, die man dazu anleiten soll, die Vorgaben umzusetzen. In dieser Schere entsteht Druck. Eine gute Führungskraft wird den Druck von oben etwas mildern und nicht 1:1 auf seine Mitarbeiter arbeiten lassen. Genauso werden viel Dinge zwischen dem Vorgesetzten und seinen Mitarbeitern geklärt, ohne dass etwas nach oben geht. Im mittleren Management herrschen also ideale Bedingungen um ein Burnout zu entwickeln. Dabei gibt es aber niemanden, der ganz typisch Burnout gefährdet ist, aber auch niemanden, der davor sicher ist. In unserer Gesellschaft steht jeder mehr, oder weniger unter Druck. Ob es der Druck ist, seine Arbeit zu erledigen, gute Noten zu schreiben, bei Freunden gut dazustehen, oder die Kinder zu erziehen. Burnout kann jeden und überall treffen.

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Volkskrankheit

Burnout hat seine Blütezeit bereits hinter sich. Etwa um 2010 gab es den vorläufigen Höhepunkt und die meisten registrierten Krankenstandstage. Mittlerweile sind die Zahlen rückläufig. Insgesamt erfreulich, für den Einzelnen, der aktuell unter einem Burnout Syndrom leidet, oder auch nur den Verdacht auf Burnout hat, nützt die Statistik wenig. Nach wie vor erkranken Menschen daran. Wichtig ist es, die Anzeichen rechtzeitig zu erkennen und das scheint in vielen Fällen mittlerweile zu klappen. Anders sind die sinkenden Zahlen nicht zu erklären. Hat man Verdacht auf Burnout, fühlt man sich also ausgebrannt, dann sollte man eines auf keinen Fall tun. Auf keinen Fall sollte man den Verdacht auf Burnout ignorieren und so tun, als ob nichts wäre. Eine psychische Erkrankung unterscheidet sich nicht von einer körperlichen Erkrankung. Ob sich also eine Zahnwurzel entzündet, oder die Psyche Schaden nimmt, ist gleichwertig. Ein Burnout ist auf keinen Fall ein Zeichen von Schwäche, oder Versagen, sondern schlichtweg eine körperliche, oder eigentlich geistige Reaktion auf äußere Umstände.

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Verdacht auf Burnout

Alleine die Tatsache, dass man bei sich selbst den Verdacht auf Burnout hat, ist eine Aussage. Einerseits hat man etwas wahrgenommen, was alarmiert und andererseits scheinen die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu entsprechen. Burnout kann jeden treffen. Ob Schüler, Hausfrau, Sachbearbeiter, LKW-Fahrer, oder Manager – Die Chancen sind nahezu gleich. Die Ursache ist, dass man mit der Belastung nicht mehr fertig wird. Immer mehr und mehr wird gefordert und man steigert die eigene Leistung immer mehr um Schritt zu halten. Hat man in dieser Situation den Verdacht auf Burnout, dann gibt es nur eine logische Konsequenz. Man muss etwas am eigenen Leben und am eigenen Leistungsniveau ändern.

Expertenrat einholen

Hat man das Problem für sich selbst erkannt, dann ist das ein wichtiger erster Schritt. Die ersten Warnsignale darf man auf keine Fall ignorieren. Kommen immer wieder Fluchtgedanken, oder hat man schon eine depressive Verstimmung, dann bleibt wenig Zeit um zu handeln. Tests im Internet und in Zeitschriften, wie sie häufig angeboten werden, zeigen nur eine einzige Tatsache: Wer so einen Test sucht und ihn ausfüllt hat ganz offensichtlich den Verdacht auf Burnout. Statt also einen beliebigen Test auszuführen, sollte man sich gleich an einen Experten wenden. Ein guter Hausarzt kann sicherlich weiterhelfen, aber ein Psychotherapeut ist in diesem Fall die beste Wahl. Auch Angehörige und Freunde können in dieser Phase eine wichtige Unterstützung sein. Auch ist der Kontakt zu Bekannten und Freunden ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

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Wahre Freunde

Wer Burnout gefährdet ist, der arbeitet viel und steigert sein Arbeitspensum immer mehr und mehr. Für Freunde und andere soziale Kontakte bleibt wenig Zeit. Dabei können gute und wahre Freunde in vielen Lebenssituationen wertvollen Halt geben. Reden ist wichtig um sich selbst klar über seine Probleme zu werden. Ein Psychotherapeut hat darüber hinaus eine professionelle und unvoreingenommene Sicht auf die Dinge. Die Sitzung bei ihm hilft oft, wieder eine klaren Blick zu bekommen. Der Therapeut erarbeitet die Problemfelder und lenkt mit seinen Fragen. Hat man das Problem identifiziert, ist es nur noch ein kleiner Schritt zur Lösung.